Der Frost hatte die Fahrbahnen von Nachbarsweg, Oemberg und Langenfeldstraße derart ramponiert, dass die Fahrbahnen dem schweren Bus unmöglich standhalten konnten. Eine Umleitung über Düsseldorfer und Kölner Straße musste vorübergehend beantragt werden, was die Inbetriebnahme der ersten Mülheimer Autobuslinie - gefeuert mit Holzkohle - nicht mehr verzögerte. Erst nach einem halben Jahr fuhr der Bus auf seiner ursprünglich geplanten Linienführung über Bahnstraße - Ruhrstraße - Schloßbrücke - Kassenberg - Nachbarsweg - Lindenhof -Oemberg - Markenstraße - Kölner Straße. Acht Hin- und Rückfahrten zwischen fünf Uhr morgens und acht Uhr abends genehmigte die damalige Militäraufsicht.
Dieser Verkehr, zunächst mit drei gemieteten Autobussen der Fabrikate Ford (zwei Fahrzeuge der Baujahre 1940 und 1941 mit Holzgasantrieb) und Opel (Typ Blitz von 1935 mit Benzinmotor) eröffnet, hatte sich als verkehrsnotwendig erwiesen und die Erwartungen bezüglich der Frequenz mehr als erfüllt. Allerdings war meistens wegen Mangel an Reifen und sonstigen wichtigen Verschleißteilen nur ein Bus einsatzfähig. Außerdem verfügte jedes Fahrzeug nur über 25 Sitz- und 5 Stehplätze, so dass es auch schon einmal vorkam, dass an den Haltestellen Fahrgäste zurück bleiben mussten, wenn der Bus überfüllt war. Im Jahre 1947 konnte der erste eigene Autobus von der Firma Krauss-Maffei in München mit Holzkohlebefeuerung beschafft und eingesetzt werden.
Weiterhin verkehrt ein historischer Gelenk-Omnibus auf dem alten Linienweg zwischen Hauptbahnhof und Selbeck. Details dazu werden zeitnah über die bekannten Medien veröffentlicht.
Anlässlich des Jubiläums hat die VHAG Straßenbahn Mülheim an der Ruhr eine Broschüre >> über den Busbetrieb seit 1946 veröffentlicht. Erhältlich bei der Veranstaltung oder über die VHAG-Webseite (Preis 7,50 € zzgl. Versand).

